Wir Eltern von Kindern mit und ohne Behinderungen
haben uns im Mai 1984 zum Verein Eltern für Integration
zusammengeschlossen, um uns dafür einzusetzen,
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daß alle Menschen miteinander leben
können und in ihrer Unterschiedlichkeit respektiert werden,
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daß nicht bereits in Kindergarten und
Schule nach "Leistungsfähigkeit" sortiert wird,
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sondern daß alle Kinder gemeinsam aufwachsen
und ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen
entsprechen gefördert werden;
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daß dadurch das Verständnis füreinander
wächst und somit auch erwachsene Menschen mit Behinderungen
bei der Arbeit, Freizeit und beim Wohnen nicht mehr ausgegrenzt
werden.
Unsere Gesellschaft, stolz auf ihre materiellen und humanen
Errungenschaften, ist doch gleichzeitig zerissen von Zerstörung
und Selbstzerstörung, von Konkurrenz und Ausgrenzung. Die
Aussonderung von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen
Bereichen ist Ausdruck dieser Schattenseite unserer Kultur.
Das selbstverständliche und alltägliche Zusammenleben
aller Menschen von klein auf - in Familie, Kindergarten und
Schule, auf dem Spielplatz, im Freizeitheim und am Arbeitsplatz
- wäre ein Beitrag dazu, unser Dasein wieder freier (z.B.
von Angst, anders zu sein und auch eines Tages zu den Ausgegrenzten
zu gehören) und menschlicher zu machen.
Wir wenden uns deshalb dagegen, daß Menschen
mit Behinderungen - junge und alte - weiterhin gezwungen werden,
in abgesonderten Einrichtungen zu leben, aufzuwachsen, zu lernen
und zu arbeiten (wenn sie überhaupt die Möglichkeit
bekommen zu arbeiten).
Aussonderung, sei sie gesetzlich verordnet (z.B.
durch Schulgesetze) oder durch Verweigerung der notwendigen
(auch finanziellen) Hilfen erzwungen, halten wir für eine
Einschränkung der Grund- und Menschenrechte.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, daß
von Anfang an die notwendigen Hilfen zur Verfügung gestellt
werden, damit alle Menschen in ihrem Lebensbereich verbleiben
können. Denn
Nur Integration
führt zu Integration!